Die demokratische Methode ist
diejenige Ordnung der
Institutionen zur Erreichung politischer Entscheidungen,
bei welcher einzelne die Entscheidungsbefugnis vermittels
eines Konkurrenzkampfs um die Stimmen des Volkes erwerben.
Joseph Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. New York
1942.
Anliegen und Inhalt dieser Seite
Politische Wahlen und parlamentarische Organe sind zentrale
Elemente der Demokratie in Deutschland. Informationen über
ihre Zusammensetzung sind darum fundamental für jedes
Verständnis des politischen Systems der Bundesrepublik.
In diesem Sinne dokumentiert Wahlen-in-Deutschland.de die Ergebnisse
politischer Wahlen
und die Zusammensetzung parlamentarischer Gremien in Deutschland
seit 1867.
Erfasst sind zum einen die Ergebnisse der Wahlen zu den
Landtagen, zum Bundestag und zum Europäischen Parlament seit
1945 und zu
den entsprechenden Parlamenten in der Zeit vor 1945.
Zum anderen werden die Wahlen zu Ämtern und Abstimmungen
dargestellt, die für das
politische System Deutschlands besonders wichtig sind oder waren, zum
Beispiel die Wahlen der Bundeskanzler und die Volksbegehren in der
Weimarer Republik.
Zusätzlich enthalten sind Angaben über die
Zusammensetzung von solchen Organen oder Gremien, die zwar nicht selbst
direkt gewählt werden, die aber an der Gesetzgebung
des Bundes unmittelbar beteiligt sind oder waren. Das betrifft zum
Beispiel den Bundesrat und dessen Zusammensetzung nach
Regierungsparteien der Landesregierungen seit 1949.
Aufbau dieser Seite und Struktur der Darstellung
Die Ergebnisse werden in der Regel für die
einzelnen Bundesländer und für die Bundesebene
dokumentiert.
Gelegentlich, insbesondere für die Zeit vor 1945, werden
außerdem die Ergebnisse für kleinere politische
Einheiten
angegeben, zum Beispiel für die preußischen Provinzen.
In dem dokumentierten Zeitraum hat sich die Struktur des politischen
Systems in Deutschland häufig geändert.
Das betrifft zunächst die rechtlichen Bedingungen, unter denen die betrachteten
Wahlen stattfanden. Neben starken Änderungen im Wahlrecht sind das die
unterschiedlichen Verfassungsordnungen. Verbunden damit gibt es große
Unterschiede bezogen auf die einzelnen Organe, über deren Zusammensetzung die
jeweiligen Wahlen entschieden. Manche von ihnen existierten nur für einen Teil
des dokumentieren Zeitraums, zum Beispiel der Preußische Staatsrat. Oder ihr
Aufgaben und ihre Einsetzung änderten sich - etwa
das Amt des Bundespräsidenten im Vergleich zum Amt des
Reichspräsidenten vor 1945. Auch die
territoriale
Gestalt Deutschlands und der heutigen Bundesländer hat sich
seit 1867 wiederholt verändert. Um einer möglichst
übersichtlichen Darstellung willen werden die Ergebnisse daher
getrennt nach den drei bedeutenderen Zeiträumen dargestellt,
in denen in Deutschland je unterschiedliche pluralistische
Verfassungsordnungen bestanden bzw. bestehen. Das sind die
Zeit des Norddeutschen Bundes und des Kaiserreichs 1867-1918, die Zeit
der Weimarer Republik 1918-1933 und die Zeit ab dem Ende des
Zweiten Weltkriegs seit 1945. Innerhalb jedes dieser drei Zeiträume wird die
Vergleichbarkeit der Angaben über verschiedene Wahlen - zum Beispiel Bundestags-
und Landtagswahlen - über identische regionale Aufgliederungen der Angaben der
Ergebnisse gewährleistet, soweit dies mit Blick auf die Quellenlage möglich ist.
Auch die Anzahl und Programmatik der kandidierenden Parteien und
Personen hat sich in den vergangenen 150 Jahren gewandelt. Um den
Zugang zu den dokumentierten
Ergebnissen in dieser Hinsicht zu erleichtern, werden die Ergebnisse
der einzelnen Kandidaturen tabellenartig den wichtigeren politischen
Strömungen zugeordnet. Aufgrund der teils recht
großen Anzahl der kandidierenden Parteien, Listen und
Personen und der starken Fluktuation ihrer Beteiligung an den einzelnen
Wahlen war es außerdem erforderlich, zahlreiche kleinere
Parteien und Listen in der tabellarischen Darstellung zu Gruppen
zusammenzufassen. In den
Erläuterungen zu den jeweiligen Tabellen wird diese Zuordnung
im einzelnen aufgeschlüsselt.
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