Deutschland seit 1945
Wahlen der Bundespräsidenten

Wahl des Bundespräsidenten durch die 15. Bundesversammlung am 18.3.2012
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Beate Klarsfeld Joachim Gauck Olaf Rose
Unterstützt von Die Linke. CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, CSU NPD
Partei - - NPD
Mandate 124 1100 3
1.Wahlgang 126 991 3 108 4 1232 1240 621

Amtszeit des Bundespräsidenten: 19.3.2012-18.3.2017

Fünf Mitglieder der Bundesversammlung fehlten entschuldigt: zwei der SPD und je eines der CDU, der FDP und der Partei Die Linke.

Situation zwischen dem 17.2.2012 und dem 23.3.2012
Bundespräsident Christian Wulff (CDU) trat am 17.2.2012 zurück. Gemäß Art. 57 Grundgesetz wurden bis zur Vereidigung eines neuen Bundespräsidenten dessen durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Dies war zu diesem Zeitpunkt der Ministerpräsident des Freistaats Bayern, Horst Seehofer (CSU).

Ein/e Nachfolger/in für Christian Wulff musste gemäß Art. 54 IV Grundgesetz binnen 30 Tagen von der Bundesversammlung gewählt werden, also bis spätestens zum 18.3.2012. Das geschah an diesem Tag.

Wahl des Bundespräsidenten durch die 14. Bundesversammlung am 30.6.2010
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Luc Jochimsen Joachim Gauck Christian Wulff Frank Rennicke
Unterstützt von Die Linke. SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FW, SSW CDU, CSU, FDP NPD
Partei Die Linke. - CDU NPD
Mandate 124 473 644 3
1.Wahlgang 126 499 600 3 13 1 1242 1244 623
2. Wahlgang 123 490 615 3 7 1 1239 1244 623
3. Wahlgang - 494 625 - 121 2 1242 1244 relative Mehrheit

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.2010-17.2.2012

Zwei Mitglieder der Bundesversammlung für die SPD waren entschuldigt abwesend.

Situation zwischen dem 31.5.2010 und dem 1.7.2010
Bundespräsident Horst Köhler trat am 31.5.2010 zurück. Gemäß Art. 57 Grundgesetz wurden damit die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Dies war zu diesem Zeitpunkt der Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Jens Böhrnsen (SPD).

Ein/e Nachfolger/in für Horst Köhler musste gemäß Art. 54 IV Grundgesetz binnen 30 Tagen gewählt werden, also bis spätestens zum 30.6.2010. Dies ist an genau diesem Tag geschehen.

Wahl des Bundespräsidenten durch die 13. Bundesversammlung am 23.5.2009
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Peter Sodann Gesine Schwan Horst Köhler Frank Rennicke
Unterstützt von Die Linke. SPD, Bündnis 90/Die Grünen CDU, CSU, FDP NPD, DVU
Partei - SPD CDU NPD
1.Wahlgang 91 503 613 4 10 2 1223 1224 613

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.2009-31.5.2010

Wahl des Bundespräsidenten durch die 12. Bundesversammlung am 23.5.2004
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Gesine Schwan Horst Köhler
Unterstützt von SPD, Bündnis 90/Die Grünen CDU, CSU, FDP
Partei SPD CDU
1.Wahlgang 589 604 9 2 1204 1205 603

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.2004-30.6.2009

Wahl des Bundespräsidenten durch die 11. Bundesversammlung am 23.5.1999
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Uta Ranke-Heinemann Johannes Rau Dagmar Schipanski
Unterstützt von PDS SPD, Bündnis 90/Die Grünen CDU, CSU
Partei - SPD CDU
1.Wahlgang 69 657 588 17 7 1338 1338 670
2.Wahlgang 62 690 572 8 1 1333 1338 670

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1999-30.6.2004

Wahl des Bundespräsidenten durch die 10. Bundesversammlung am 23.5.1994
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Jens Reich Johannes Rau Hildegard Hamm-Brücher Roman Herzog Hans Hirzel
Unterstützt von Bündnis 90/Die Grünen SPD FDP CDU, CSU REP
Partei Bündnis 90/Die Grünen SPD FDP CDU REP
1.Wahlgang 62 505 132 604 12 2 2 1319 1324 663
2.Wahlgang - 559 126 622 11 - 1 1319 1324 663
3.Wahlgang - 605 - 696 11 7 1 1320 1324 relative Mehrheit

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1994-30.6.1999

Wahl des Bundespräsidenten durch die 9. Bundesversammlung am 23.5.1989
  Kandidat Nein-Stimmen Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Richard von Weizsäcker
Unterstützt von CDU, SPD, CSU, FDP
Partei CDU
1.Wahlgang 881 108 30 3 1022 1038 520

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1989-30.6.1994

Wahl des Bundespräsidenten durch die 8. Bundesversammlung am 23.5.1984
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Luise Rinser Richard von Weizsäcker
Unterstützt von Die Grünen CDU, SPD, CSU
Partei - CDU
1.Wahlgang 68 832 117 11 1028 1040 521

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1984-30.6.1989

Wahl des Bundespräsidenten durch die 7. Bundesversammlung am 23.5.1979
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Annemarie Renger Karl Carstens
Unterstützt von SPD CDU, CSU
Partei SPD CDU
1.Wahlgang 431 528 72 1 1032 1036 519

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1979-30.6.1984

Wahl des Bundespräsidenten durch die 6. Bundesversammlung am 15.5.1974
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Walther Scheel Richard von Weizsäcker
Partei FDP CDU
Unterstützt von SPD, FDP CDU, CSU
Mandate 535 501
1.Wahlgang 530 498 5 - 1033 1036 519

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1974-30.6.1979

Wahl des Bundespräsidenten durch die 5. Bundesversammlung am 5.3.1969
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Gustav Heinemann Gerhard Schröder
Partei SPD, FDP CDU
Unterstützt von SPD, FDP CDU, CSU
Mandate 532 482
1.Wahlgang 514 501 5 3 1023 1036 519
2.Wahlgang 511 507 5 - 1023 1036 519
3.Wahlgang 512 506 5 - 1023 1036 relative Mehrheit

Amtszeit des Bundespräsidenten: 1.7.1969-30.6.1974

Wahl des Bundespräsidenten durch die 4. Bundesversammlung am 01.07.1964
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Ewald Bucher Heinrich Lübke
Partei FDP CDU
Unterstützt von FDP CDU, SPD, CSU
Mandate 105 930
1.Wahlgang 123 710 187 4 1024 1042 622

Amtszeit des Bundespräsidenten: 13.9.1964-30.6.1969; Lübke trat vorzeitig zurück, um laut seiner entsprechenden Ankündigung vom 14.10.1968 die Wahl seines Nachfolgers in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Wahl zum 6. Bundestag am 28.9.1969 stattfinden zu lassen.

Wahl des Bundespräsidenten durch die 3. Bundesversammlung am 1.7.1959
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Carlo Schmid Max Becker Heinrich Lübke
Partei SPD FDP CDU
Unterstützt von SPD FDP CDU, CSU, DP
Mandate 386 85 541
1.Wahlgang 385 104 517 25 7 1038 1038 520
2.Wahlgang 386 99 526 22 4 1037 1038 520

Heinrich Lübke: zunächst hatte Konrad Adenauer (CDU) am 7.4.1959 erklärt, für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren zu wollen. Am 5.6.1959 verzichtete Adenauer jedoch auf eine Kandidatur.

Amtszeit des Bundespräsidenten: 13.09.1959-12.09.1964

Wahl des Bundespräsidenten durch die 2. Bundesversammlung am 17.7.1954
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Alfred Weber Theodor Heuss Marie-Elisabeth Lüders Franz-Josef Wuermeling Konrad Adenauer Ernst August von Hannover Louis Ferdinand von Hohenzollern Karl Dönitz
Partei SPD FDP FDP CDU CDU - - -
Unterstützt von KPD CDU, SPD, CSU, FDP - - - - - -
Mandate 10 871 - - - - - -
1.Wahlgang 12 871 1 1 1 1 1 1 95 3 987 1018 510

Alfred Weber: der Kandidat wurde gegen seinen Willen vorgeschlagen
Konrad Adenauer, Karl Dönitz, Ernst August von Hannover, Marie-Elisabeth Lüders, Louis Ferdinand von Hohenzollern, Franz-Josef Wuermeling: keine/r dieser Kandidaten/innen wurde als solche/r vorgeschlagen

Amtszeit des Bundespräsidenten: 13.9.1954-12.9.1959

Wahl des Bundespräsidenten durch die 1. Bundesversammlung am 12.9.1949
  Kandidaten Enthaltungen Ungültig Abgegeben Mitglieder Erforderliche Mehrheit
Kurt Schumacher Theodor Heuss Rudolf Amelunxen Karl Arnold Hans Schlange-Schöningen Josef Müller Alfred Loritz
Partei SPD FDP Z CDU CDU CSU WAV
Unterstützt von SPD CDU, FDP, CSU, DP - - - - -
Mandate 279 396 - - - - -
1.Wahlgang 311 377 28 1 6 1 1 76 2 803 804 403
2.Wahlgang 312 416 30 - 2 - - 37 3 800 804 403

Rudolf Amelunxen, Karl Arnold, Alfred Loritz, Josef Müller: keiner dieser Kandidaten wurde als solcher vorgeschlagen

Amtszeit des Bundespräsidenten: 13.9.1949-12.9.1954

Erläuterungen
Partei: Partei, welcher der/die Kandidat/Kandidatin angehörte
Unterstützt von: Parteien, deren Mitglieder den/die Kandidaten/Kandidatin unterstützten
Mandate: Mandatsanzahl der Parteien, die den/die Kandidaten unterstützten
Unterstrichen: Kandidat, der zum Bundespräsidenten gewählt wurde

Quellenverzeichnis
1949: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 1 (1. Wahlperiode): S.1-4 (vor S.1).
1954: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 21 (2. Wahlperiode): S.1-9.
1959: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 44 (3. Wahlperiode): S.1-7.
1964: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 56 (4. Wahlperiode): S.1-8 (vor S.6663).
1969: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 69 (5. Wahlperiode). Anhang: S.1-9.
1974: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 88 (6. Wahlperiode): S.1-7.
1979: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 110 (8. Wahlperiode): Sonderdruck.
1984: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 128 (10. Wahlperiode): Sonderdruck.
1989: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 149 (11. Wahlperiode): Sonderdruck.
1994: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 175 (12. Wahlperiode): S.3-16.
1999: Verhandlungen des Deutschen Bundestages: Stenographische Berichte. Bd. 196 (14. Wahlperiode): vor S.4638.
2004: Deutscher Bundestag, 15. Wahlperiode: Stenographische Berichte: Sonderdruck.
2009: Deutscher Bundestag, 16. Wahlperiode: Stenographische Berichte: Sonderdruck.
2010: Deutscher Bundestag: Die Bundesversammlungen 1949–2010: Eine Dokumentation aus Anlass der Wahl des Bundespräsidenten am 18. März 2012. Berlin: Selbstverlag.
2012: Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode: Stenographischer Bericht zur 15. Bundesversammlung der Bundesrepublik Deutschland am 18. März 2012. Sonderdruck zu den Stenographischen Berichten. S.6-11.

Zusammensetzung der Bundesversammlungen seit 1949
Abkürzungsverzeichnis
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Zuletzt aktualisiert: 23.03.2012
Valentin Schröder
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